Jüdisches Halberstadt – Geschichte und Gegenwart entdecken
Wie sah jüdisches Leben in Halberstadt früher aus – und was bedeutet es heute? Diese Frage hat uns bewegt, als wir uns in der von der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V. (AGSA) organisierten Exkursion zusammen mit der Freiwilligen-Agentur Halle (Saale) e.V. auf eine besondere Entdeckungsreise begaben. Gemeinsam tauchten wir mit Freiwilligendienstleistenden internationaler Biografie aus Halle und Magdeburg in die Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in Halberstadt ein.
Im historischen Klaus-Gebäude haben wir die Grundlagen des Judentums kennengelernt und erfahren, warum Halberstadt einst ein wichtiges Zentrum jüdischer Bildung war. Danach waren wir am DenkOrt, wo früher die große Barocksynagoge stand und heute im historischen Mikwenhaus gezeigt wird, wie religiöses Leben im Alltag aussah.
Im Anschluss gingen wir gemeinsam durch das ehemalige jüdische Viertel. Entlang schmaler Gassen mit schönen Fachwerkhäusern führte uns der Weg von der Klaussynagoge über die Peterstreppe zum ältesten jüdischen Friedhof und zur früheren jüdischen Schule Hascharat Zwi. Am Domplatz endete unser Rundgang bei den „Steinen der Erinnerung“, die an die deportierten jüdischen Bürgerinnen und Bürger erinnern.
Geschichte wurde für uns an diesem Tag greifbar. Zwischen alten Mauern und Gassen merkten wir: Erinnerung ist mehr als Wissen – sie verbindet uns mit Menschen, die vor uns hier lebten. Es hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, voneinander zu lernen und Verantwortung für ein vielfältiges Miteinander zu übernehmen.

warmen und wertschätzenden Atmosphäre. Gerade für viele Teilnehmende, für die dies oft die erste Erfahrung in Deutschland war, ist so etwas von großer Bedeutung. Ich habe selten Menschen getroffen, die mit so viel Freundlichkeit, Empathie und Geduld anderen begegnen. Ich bin Ihnen sehr dankbar für diese Erfahrung, die Sie ermöglicht haben. Vielen Dank für alles und für die positive Energie, die Sie weitergeben.





ittenberg West. Vor Ort informierten Kristin Wicklein (FWA Halle) und Daria Filonenko (AGSA) darüber, was ein Freiwilligendienst ist, welche Einsatzmöglichkeiten es gibt und welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten. Ist möglich einen Freiwilligendienst zu machen, wenn man unter 18 Jahre ist oder wenn man Rentner ist oder Asylbewerber ohne Arbeisterlaubnis? Ja, aber es gibt Einiges zu beachten. Genau darüber haben wir uns in Ruhe ausgetauscht und besprochen, wie man eine passende Einsatzstelle findet.