Einblick in die BFD-Mittagsreihe

BFD- Mittagsreihe:  Austausch – Vernetzung – Weiterbildung

Von Oktober bis Anfang Dezember 2020 bot die Servicestelle „Bundesfreiwilligendienst – Integriert in Sachsen-Anhalt“ den Einsatzstellen im Rahmen eines neuen Online-Formates eine große Bandbreite an virtuellen Weiterbildungen und kollegialer Beratung.

„Mit dieser Reihe wollten wir Einsatzstellen für Freiwilligendienste im Umgang mit den derzeitigen Corona Herausforderungen unterstützen, bedarfsgerecht informieren und Gelegenheit zum kollegialen Austausch bieten. Umso mehr freuen wir uns, dass sich so viele Teilnehmende digital zugeschaltet haben“, erklärt Maja Sahre, pädagogische Mitarbeiterin der Auslandsgesellschaft e.V., das Weiterbildungsangebot.

Mehr als 60 Teilnehmende aus Sachsen-Anhalt und Thüringen informierten sich in insgesamt sieben Veranstaltungen zu Möglichkeiten und Veränderungen der pädagogischen Begleitung zu Corona-Zeiten, diskutierten zu Diversity-Strategien im BFD und informierten sich über Unterstützungsmöglichkeiten für die Freiwilligen nach dem Freiwilligendienst. Darüber hinaus referierte der BAFzA-Regionalberater, Andreas Ilse, in einem Fachvortrag zu Corona bedingten Sonderregelungen im Bundesfreiwilligendienst. Was hat sich für die Einsatzstellen geändert und was gilt es zu beachten?

„Die Fortbildung hat mich in meiner Arbeit mit Bundesfreiwilligen sehr bestärkt.“, resümiert eine Einsatzstellenleiterin.

Neben dem digitalen Erfahrungs- und Informationsaustausch erhielten die Teilnehmenden auch Best-Practice-Einblicke in andere Projekte, wie zum Beispiel das Projekt Arbeitsplatte und Berufspatenschaften.

In der letzten Veranstaltung der Reihe am 10.12.2020, 11:00 -12:30 Uhr werden Konfliktlösungstools, wie zum Beispiel die kollegiale Fallberatung vorgestellt und ausprobiert. Anmeldungen nehmen wir gerne bis 09.12.2020 entgegen. Nutzen Sie dafür gerne unser Anmeldeformular oder melden Sie sich direkt bei ihrer Ansprechpartnerin:

Maja Sahre, Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.
Telefon 0391/5371-217 | maja.sahre@agsa.de

Kristin Wicklein, Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.
Telefon 0345/213 88285 | kristin.wicklein@freiwilligen-agentur.de


Einblick in die BFD-Seminare

„BFD im Sucher“ – ein Foto-Workshop im Juli 2020

Eine Veranstaltung im Rahmen des Qualifizierungsprogramms der Servicestelle für den „BFD-Integriert in Sachsen-Anhalt“

Hast du schon einmal versucht deine Vergangenheit mit Fotografien darzustellen? Wie zeigst du das, was dir im Leben Kraft gibt, in einem Bild?

Mittels der Fotografie das eigene Leben und die Situation im BFD erkunden – das war für zwei Tage im Juli die Aufgabe der Teilnehmer*innen des BFD-Seminars BFD im Sucher. Zum Start gab Marcus-Andreas Mohr, Fotograf und Mediengestalter, einen Input zu den wichtigsten Werkzeugen des Fotografierens und zu den Grundlagen wie der Bildeinteilung, der Erzeugung von Kontrasten und weiteren technischen Parametern.

Im nächsten Schritt entwickelten die Teilnehmer*innen Fragen, mit denen sie sich in ihrem Leben beschäftigen und die ihre Situation im BFD betrafen. Diese Fragen galt es nun mit Hilfe der Fotografie zu beantworten. Die Teilnehmer*innen gingen in Teams auf die Suche nach passenden Motiven und Ausschnitten in der Stadt.

Entstanden sind viele interessante, erzählende Collagen, die abschließend von den Teilnehmer*innen in einer Ausstellung gezeigt wurden.

Die Bilder sind ab 10.10.2020 bis Mitte November im WELCOME-Treff in der Geiststraße 58 in Halle ausgestellt.


Rückblick 2019

2019 geht die Arbeit der Servicestelle für den BFD-Integriert in Sachsen-Anhalt in das 3. Jahr.

Das trägerübergreifende Team mit Beratung und Qualifizierung in ganz Sachsen-Anhalt freut sich über ein erfolgreiches Jahr. Denn zu Beginn des Jahres 2019 konnte gemeinsam auf gute Erfahrungen und Netzwerkstrukturen aus den vergangenen drei Jahren aufgebaut werden und das ursprüngliche Konzept an die aktuellen Entwicklungen und Bedürfnisse der Einrichtungen angepasst und verstetigt werden.

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Eindrücke der Dankeschönfeier

BFD … und dann? Ein Gespräch im Park mit unserer ehemaligen Bundesfreiwilligen Rasha

Die Sonne scheint und Vögel zwitschern in den Bäumen, als ich mich an einem Tag im Frühling mit Rasha treffe. Sie hat im letzten Jahr einen Bundesfreiwilligendienst im Krokoseum, einem Kinder-Kultur-Treff, gemacht. Jetzt, ein dreiviertel Jahr später, interessiert mich, was sie jetzt macht, wie ihr Weg in Deutschland weitergegangen ist.

Was wird eigentlich aus „unseren“ Bundesfreiwilligen?

In unserem Projekt „Servicestelle Bundesfreiwilligendienst – integriert in Sachsen-Anhalt“ begleiten wir Menschen unterschiedlicher Altersstufen und Hintergründe ein Jahr lang im Bundesfreiwilligendienst. Die meisten unserer Teilnehmenden sind erst vor einigen Jahren nach Deutschland gekommen und nutzen den BFD für sich, um die Sprache besser zu lernen und das Arbeitsleben in Deutschland mit seinen ganz eigenen Gepflogenheiten und Regelungen kennen zu lernen. So steigen ihre Chancen auf einen Job und auf eigenes Einkommen. Durch unsere Seminare lernen sie auch viel, was ihnen weiterhilft, z.B. Verweisungswissen für die Beratungslandschaft in Halle, Grundlagen der Kommunikation oder zum Umgang mit Konflikten. Sie entwickeln sich in diesem Jahr also persönlich und fachlich weiter und verabschieden sich nicht selten mit einem konkreten Plan, wie es bei ihnen weitergehen soll.

Nach Abschluss des BFD erfahren wir in der Regel nicht mehr, wie es mit ihnen weitergeht, weil dann schon wieder neue Bundesfreiwillige ins Projekt kommen und in Einsatzstellen vermittelt, begleitet und weitergebildet werden wollen. 
Doch zu einigen unserer Ehemaligen bleibt doch ein sporadischer Kontakt. Rasha zum Beispiel treffe ich manchmal im Viertel, wenn sie den Hund ihrer Nachbarin ausführt, denn Rasha mag nicht nur Kinder, sondern ist auch äußerst tierlieb – und immer hilfsbereit.

Berufswunsch: Juristin

Rasha hat schon in ihrer Heimat in Syrien anspruchsvolle Tätigkeiten ausgeübt. Nach dem Abitur hat sie mit psychisch beeinträchtigten Menschen gearbeitet. Später begann sie ein Jurastudium. Doch nach 2 Jahren konnte sie aufgrund des Krieges nicht weiterstudieren und floh aus ihrer Heimatstadt Aleppo. 2018 kam sie nach Halle.

Ich frage Rasha, wie sie überhaupt zu ihrem BFD kam. Sie erzählt, dass ein Freund sie darauf brachte und sie schnell von der Idee begeistert war. Sie wollte gern aktiv sein, etwas tun, die Sprache lernen, Menschen kennen lernen. Und so dauert es nicht lange, bis sie bei uns den Vertrag unterschrieb und mit dem Krokoseum auch eine Einsatzstelle fand, in der sie glücklich war. Sie hatte schon mit dem Gedanken gespielt, beruflich in die pädagogische Richtung zu gehen. Aber sie war sich nicht sicher und wollte erst praktische Erfahrungen sammeln, auch zu pädagogischen Konzepten in Deutschland. Das Krokoseum gefiel ihr auch, weil es Teil der Franckeschen Stiftungen mit ihrer beeindruckenden Geschichte des Waisenhauses war.

Zu Rashas Aufgaben im Krokoseum gehörte die Betreuung der Kinder bei den unterschiedlichsten Aktivitäten im Haus wie Spielen, Basteln, Experimentieren, Kochen und Backen, Geschichten schreiben oder Handarbeiten, oder die Begleitung von Ausflügen. Neu war für Rasha die Vielzahl der Regeln im Arbeitsleben, z.B. die klar geregelten Arbeits- und Pausenzeiten. Aus Syrien war sie weniger starre Regeln gewöhnt, es wurde eher nach aktuellem Bedarf und Ermessen entschieden, was wann passiert.

Reisefestival, Museumsnacht und eine tanzende Diva

Die Mitarbeit im Krokoseum eröffnete Rasha noch viele weitere Einblicke und Erlebnisse. Mit Begeisterung erinnert sie sich an das ehrenamtlich organisierte Reisefestival Dialle, das in Kooperation mit dem Krokoseum auf die Beine gestellt wurde, an die Museumsnacht, und an das Tanzfest „Diva – Eine Stadt tanzt“. Ihre Chefin hatte sie zu einer Aufführung eingeladen, und als im Anschluss zum Mittanzen im Projekt eingeladen wurde, war die neugierige und kontaktfreudige Rasha sofort dabei. Über ein halbes Jahr waren 110 Freiwillige dort an der Produktion beteiligt, und Rasha ist noch heute begeistert, auch über die vielen Kontakte mit ganz unterschiedlichen Menschen, die sie dort knüpfen konnte.

„Mama, Papa, hört Euch das mal an“

Doch das ist noch längst nicht alles, was die unternehmungslustige junge Frau in ihrer neuen Heimatstadt Halle ausprobiert hat. Über eine andere BFDlerin, die ihren Einsatz bei Radio Corax machte, kam Rasha zu der internationalen Radiosendung „Common voices“ die komplett von Migrant*innen geplant, produziert und gesendet wird. Dort lernte Rasha viel über Radiotechnik, Sprechtraining, Teamarbeit und über die Inhalte, die in den Sendungen behandelt wurden, zum Themen der Stadt Halle oder der Rassismus, mit dem hier leider alle Menschen konfrontiert sind, die etwas dunklere Hautfarbe haben oder mit Akzent sprechen.

Von einer Sendung, bei der sie mitgewirkt hatte, schickte sie ihren Eltern in Syrien einen Link: „Hört Euch das mal an! Ich habe in Deutschland eine Radiosendung gemacht!“
Ein einwöchiges Seminar am Bodensee mit internationalen Teilnehmenden und vielen spannenden Workshops empfand Rasha als geradezu himmlisch – „Es war wie Honeymoon!“

Als ausgemachte Tierfreundin unterstützte Rasha auch den Tierschutzverein Halle bei zahlreichen Mitmach-Einsätzen, und weil so viel begeistertes Tun auffällt, erhielt Rasha 2019 sehr verdient den Integrationspreis des Landes Sachsen-Anhalt für ihr herausragendes individuelles Engagement.

Durch die Tätigkeit im Krokoseum und im TiQ, einem Treff für etwas ältere Kinder, war in der Zwischenzeit Rashas Gewissheit gewachsen, dass eine Ausbildung im sozialen Bereich das richtige für sie wäre, und so begann sie im vergangenen August eine Ausbildung zur Erzieherin. Die Schule gefällt ihr gut, auch wenn es ihr noch schwerfällt, die Fachsprache im Unterricht zu verstehen. „Ich muss mich einfach dreimal mehr konzentrieren als alle anderen, weil ich im Kopf alles übersetzen muss, und viele Fachbegriffe sind für mich völlig neu.“. Trotzdem macht die Ausbildung ihr Spaß und sie ist sich sicher, das Richtige gefunden zu haben. Sie ist dankbar für die Unterstützung, die ihr diesen Weg ermöglicht hat, auch durch unser Team – danke schön! – und durch ihren Freund, der sie auch durch schwierige Phasen begleitet.
Besonders freut Rasha sich übrigens auf ihr 3. Ausbildungsjahr – neben allem ehrenamtlichen Engagement und tollen Begegnungen kann sie dann endlich zum ersten Mal seit langem wieder ihr eigenes Geld verdienen.

„Hier werden die Kinder früh zur Selbstständigkeit erzogen.“

Durch den BFD und ihre anderen freiwilligen Tätigkeiten hat Rasha die Möglichkeit gehabt, sich viele soziale, gesellschaftliche und pädagogische Aspekte des Lebens in Deutschland anzuschauen. Wir kommen auf die Unterschiede zwischen Kindergärten in Syrien und in Deutschland zu sprechen. „Was mir aufgefallen ist: In Deutschland werden die Kinder schon ganz früh zur Selbstständigkeit erzogen, dass sie alles selbst machen können. In Syrien machen wir Erwachsenen alles für die Kinder, dadurch lernen sie es auch erst später. Mir gefällt es so, wie es in Deutschland ist!“. Eins ist sicher: Rasha wird durch ihren großen Erfahrungsschatz eine Bereicherung für jede Einrichtung sein. Wir wünschen ihr von Herzen alles Gute und sind gespannt auf zukünftige Gespräche mit ihr.


BFD-Servicestelle in Sachsen Anhalt informiert.

Mitgliedsorganisationen der Auslandsgesellschaft  Sachsen-Anhalt e.V. diskutieren Chancen des Bundesfreiwilligendienstes in der Integrationsarbeit.
Magdeburg, den 30.01.2019

Das Team der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. informierte im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die Möglichkeiten der Anerkennung als Einsatzstelle im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Bisher engagierten  sich Mitgliedsorganisationen des einewelthaus Magdeburg im Rahmen des BFD-Sonderprogramms „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ (BFDmF).

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Bericht zur Bildungsreise nach Berlin

Berlin politisch, geschichtlich und kulturell– Veranstaltungsbericht der Bildungsveranstaltung

Am 24.-25.08.2018 organisierte die Servicestelle  für den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug in Sachsen-Anhalt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. eine Bildungsreise für nach Berlin. An der Bildungsreise nahmen 28 Freiwilligendienstleistende aus Sachsen-Anhalt mit und ohne Fluchterfahrung teil und erkundeten die politische und kulturelle Bedeutung der Bundeshauptstadt. Die zweitägige Veranstaltung ist der Jahreshöhepunkt im Qualifizierungsprogramm der Servicestelle für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) mit Flüchtlingsbezug in Sachsen-Anhalt. Weiterlesen…


Engagementformen mit Flüchtlingsbezug in Kita und Schule

Bilder von der Fachveranstaltung “Engagementformate mit Flüchtlingsbezug in Kita und Schule“ in Magdeburg am 17.08.2018

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Veranstaltungsbericht zum Zukunftstag

Am 27.06.2018 organisierte die BFD-Servicestelle eine Informationsveranstaltung, bei der sich alles um die Themen persönliche Zukunft für Freiwilligendienstleistende sowie individuelle Perspektiven nach dem BFD drehte.

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Portrait einer BFD’lerin auf UNHCR Homepage

Im Mai 2018 erschien ein schönes Portrait einer Bundesfreiwilligen aus Halle auf der Homepage von UNHCR Deutschland. Ein  berührender Artikel der stellvertretend für viele Freiwillige im Sonderprogramm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ steht.:

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Einblicke in die politische und kulturelle Vielfalt Berlins

Ein Kurzbericht zur Bildungsreise in die Bundeshauptstadt

Am Wochenende vom 25. bis 26.08.2017 organisierte die BFD-Servicestelle mit Flüchtlingsbezug in Sachsen-Anhalt das standortübergreifende Qualifizierungsangebot in Berlin. Im Rahmen einer Bildungsreise besuchten Bundesfreiwilligendienstleistende, Einsatzstellenvertreter*innen sowie Programmverantwortliche im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFDmF) an zwei Tagen verschiedene politische und kulturelle Stationen in der Bundeshauptstadt Berlin.

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